Auf der Suche nach ...., und warum:

Hallo Zusammen!

Jetzt poste ich seit langem mal wieder etwas, weil es mir jetzt besonders in vielen Dingen am Herzen liegt. Auf der Suche nach #Wolle von (besonders wichtig) deutschen Schafen und "#Mulesing-Free" zum Stricken und Häkeln, wie auch immer, bin ich unter anderen Adressen auf diese gestoßen:
www.sockenwolle.de.
Socken- und Pulloverwolle Opal blau und weiß

Diese Wolle ist auch bei Buttinette, Amazon oder Fischer-Wolle und bei vielen anderen Händlern zu finden. Gebt einfach Opal (Marke) Schafpate (100 % von dt. Schafen) ein. Opal Wolle ist im jedenfall #Mulesing-Free. Bei der anderen Opal Wolle ( ohne die Bezeichnung "#Schafpate") wird ein Mischkammzug aus ca. 50% deutscher Schurwolle und 50% südamerikanischer Schurwolle eingesetzt. Wolle aus Australien und oder Neuseeland wird nicht eingesetzt, da dort noch bevorzugt das Mulesing-Verfahren eingesetzt wird.

Warum mir das alles so am Herzen liegt:
Als Wolfsbefürworterin möchte ich auch wenigstens so die dt. Schäfereien und ihre Tiere unterstützen. Sehe es nicht ein, Wolle aus den Billiglohnländern wie Peru zu kaufen, wenn die deutschen Schäfereien langsam den Bach herunter gehen. Denn die Wollpreise sind im Keller. Teure Schafswolle wird eh nicht gerne gekauft. Dabei hält sie wunderbar warm. Wärmer als die ganze Polyester und anderes Polyzeugs. Man schwitzt auch nicht so in Schafswolle.
Was hat es nun mit unseren, in Deutschland eingewanderten Wölfen zu tun? Ganz einfach: Die Wölfe unterscheiden leider nicht ob sie ihre Beute (Menschen gehören nicht dazu) nun jagen dürfen oder nicht. Wenn also Wölfe auf ihrem Weg auf "ungeschützte" Schafsherden treffen, so kommt es vor das sie erstmal versuchen an diese "leichtere" Beute zu gelangen. Das ist nicht immer ein schöner Anblick für einen Schäfer, wenn er seine Schafe angeknabbert vorfindet. Man könnte jetzt direkt behaupten: Warum schützt der Schäfer seine Tiere nicht? Gute Frage! Da gibt es mehrere Gründe. Und die meisten Gründe haben heute leider immer irgendwie mit Geld zu tun. Ein guter funktionierender Wolfsschutz (den schon einige Schäfer in Wolfsgebieten wie die Lausitz erfolgreich einsetzen und dort die Situation schon wesentlich entspannter ist) ist nicht gerade etwas was für viele der heutigen Nutztierhalter die Arbeit wesentlich erleichtert. Man muss sich erstmal wieder an die Wölfe und auch an die Luchse gewöhnen. Auch wenn in vielen Bundesländern schon Sets zum Schutz vor den Wölfen leihweise zur Verfügung stehen, so ist es sicher keine Dauerlösung. In vielen Gegenden werden schon Herdenschutzhunde erfolgreich eingesetzt. Egal welche Lösung, ob Einzäunung mit oder ohne Herdenschutzhunde oder Esel, es kostet viel Geld. Hoffe, das jetzt niemand an die Beseitigung der Beutegreifer denkt,  denn das ist weder in meinem Sinne (logisch), nicht im Sinne des dt. und europäischen Gesetzes, und keines Falls im Sinne der folgenden ökologischen Konsequenzen. Möchte jetzt aber auch nicht so weit ausholen, das würde sicher den Rahmen sprengen. Kann man schließlich oft genug nachlesen. Spezielle Seiten kann ich Euch bei Interesse gerne nennen.
Also kurz zusammen gefasst: Ohne die Schäfereien geht es nicht, da gerade auch die Wanderschäfereien ein großen Nutzen für unsere Landschaften haben. Ohne guten Wolfsschutz haben Schäfereien auf die Dauer in Wolfsgebieten und überall wo Wölfe auf die Wanderschaft gehen ein großes Problem. Guter Herdenschutz kostet Geld, da kommt auch irgendwann mal der Konsument oder eigentlich jeder Bürger auf gewisse Weise mit ins Spiel. Was kann man tun? Man muss nicht gleich die Wölfe mögen, aber allein im Konsumverhalten kann jeder ein klein wenig auch etwas für unsere Nutztierhalter und unsere Natur tun. Überall gehen die Bauern auf die Straße und demonstrieren. Was sicher auch viel mit dem Konsumverhalten des Bürgers im Lande zu tun hat. Jeder kann etwas tun in dem man hinterfragt, woher seine Lebensmittel stammen. Und vielleicht mal an unsere Bauern und Nutztierhalter denken anstatt in den Billiglohnländern noch die Ausnutzung zu unterstützen. So denke ich jedenfalls. Übrigens haben die Nutztierhalter in den anderen europäischen Ländern, wo Wölfe inzwischen wieder heimisch geworden sind die selben Probleme. Doch ich lebe in Deutschland. Da kaufe ich in erster Linie erst mal dt. Produkte. So fern es möglich ist und man damit auch noch die Arbeitsplätze erhalten kann.
Es gibt noch andere Adressen für Wolle von dt. Schafen (HEY MAMA WOLF), auch zum Selberspinnen. Denn der Trend des Spinnens breitet sich auch gerade stark aus. Mein Ding ist es nicht, aber kann ja jeder machen woran man Spaß hat. Ich stricke, häkel, nähe oder bastel lieber.
In diesem Sinne, viel Spaß beim Stöbern!

Hier noch einige Links zu Informationen rund um Wölfe in Deutschland und Europa:

Das Wolfsmagazin
Elli Radinger
Herdenschutz in der Lausitz
Schaeferei Humpert
Willkommen Wolf!

Spezielle Informationen in NRW:

Landesfachausschuss Wolf in NRW
Wald und Holz



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